Unser Fronti

Unser Opel Frontera

Ein Fahrzeug um zu Reisen, mit Allrad, zuverlässig, robust, weltweit bekannt, wenig Elektrik, groß genug zum schlafen, hoch genug um drinnen zu sitzen, kein Reparaturstau, nicht zu durstig usw…

So in etwa lautete nach unserem ersten Islandurlaub, 2013 im Wohnmobil, das Lastenheft. Das „etwa“ ist hier sehr wichtig, denn die gewünschten Voraussetzungen, die unser Fahrzeug zum Reisen erfüllen sollte, durften das Budget nun auch nicht sprengen.
Unser Startbudget, so stellten wir nach langen Recherchen fest, war viel zu klein… Die Realität kann schon vernichtend mit Träumen umgehen, aber es gibt immer eine Lösung… Und so nahmen wir unsere Wünsche ein wenig zurück und bearbeiteten das Lastenheft:
- schlafen muss man drinnen nicht, da finden wir eine Lösung.
- sitzen dann auch nicht…

Nach einigem Suchen fanden wir dann unseren Opel Frontera A.

Nach einigem Googeln wurde aus dem Lastenheft die Punkte Zuverlässigkeit, kein Reparaturstau und Weltweit bekannt ebenfalls noch gestrichen, man kann ja schließlich nicht alles haben.
jetzt hatten wir wohl auch den Punkt „ohne Reparaturstau“ aus dem Lastenheft entfernt…

Für 1300€ sollte der silbergraue geländegängiger Fünftürer, 2.2i 16v Baujahr 1996 mit bereits 154.000 km auf der Uhr unser treues Reisemobil werden.
Stolz wie „Stefan“ brachten wir unseren Opel, der schnell den Beinamen Fronti bekam, nun erst einmal in eine Werkstatt zum Checkup. Das Ergebnis war niederschmetternd…
Unter anderem war die Bremsanlage hinüber, das Lenkgetriebe fertig, spontane Zündaussetzer kaum als spontan zu bezeichnen…
Unterm Strich verschlang die erste Reparatur fast 2500€. Wenigstens gab es danach neu TÜV.
Im Anschluss ging es an die Planung um aus dem Geländewagen ein Reisefahrzeug zu machen.
Wir entscheiden uns nach längerem hin und her für ein Dachzelt, an dem ein Vorzelt befestigt werden kann. Die Küche kam dann in den Kofferraum und die Batterie nebst Wasserversorgung und Kühlbox dorthin wo noch die Rücksitzbank prangte. Auch unser Gepäck sollte dort Platz finden.

Wenn man nun das Zelt aufklappt hat man eine überdachte Küche, wenn man dann noch das Vorzelt befestigt sogar ein richtiges Wohn- /Ess- /Koch- /Wasch- Zimmer mit Stoffwänden.

Kurz zu den Details (falls es langweilt HIER einfach weiter zu den Tour-berichten):
- 3x 16 l Wasserkanister, mit einer Tauchpumpe kommt so Wasser aus dem Hahn.
- Waschbecken mit 30cm Durchmesser mit Abwasserschlauch zu einem Kanister.
- 1x 2,5l Gasflasche für die zwei Kochfelder des Gasherds.
- 1x 96Ah Batterie für das Licht, die Pumpe und natürlich Musik.
- 3x Zigarettenanzünder Steckdose 12V aus der „Wohnbatterie“.
- LED Beleuchtung für die Küche und über Zigarettenanzünder auch im Zelt.
- 40 Watt Solarmodul auf dem Deckel der Dachträger- Alukiste (Versorgt nur die „Wohnbatterie“).
- mehrere Staufächer für Lebensmittel, Krimskrams und Kleidung.
- 80 l Staubox auf dem Dachträger.
- 10 l Reservekanister, ebenfalls auf dem Dachträger.
- 40 l Kompressorkühlbox.
- ca. 160 Watt LED Flutlicht auf dem Dach und einen Schnorchel

Nach jetzt knapp 18.000km in unserem Gefährt können wir sagen, zuverlässig ist er, geländegängig auch und vor allem gutmütig wenn man mal etwas zu viel verlangt. Das Dachzelt ist auch spitze, solange es nicht gerade stürmt und die Aussicht aus dem "Schlafzimmer" ist oft unbezahlbar...

mommy I‘ll be off – der Innenausbau
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